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Bio-Folie, kompostierbare Folie, Folie aus nachwachsenden Rohstoffen

Unter der oben genannten Überschrift werden die so genannten Bio-Folien gesucht und vermarktet.

„Biofolie“ hat sich als Oberbegriff für Folien herauskristallisiert, die umweltfreundliche Eigenschaften besitzen und/oder aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden.

Die Definition der Folieneigenschaften muss jedoch genau betrachtet und unterschieden werden. Eine kompostierbare Folie muss nicht zwingend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sein. Und eine Biofolie muss nicht zwangsläufig kompostierbar sein. Es sollten 2 Hauptmerkmale bei Biofolien betrachtet werden:

  • Kompostierbarkeit - Eine Folie darf als kompostierbar bezeichnet werden, wenn sie die DIN 13432 erfüllt. Dann darf sie mit dem Symbol „Keimling“ gekennzeichnet werden.
  • Nachwachsende Rohstoffe als Hauptbestandteil der Folie (Rohstoffquelle bzw. Polymerbezeichnung).

Im wesentlichen gibt es 3 biobasierende Kunststofftypen am Markt: 

In der Zukunft könnte Polyhydroxyfettsäure eventuell eine weitere Type am Markt sein.

Manche Biofolien können zwei oder drei Eigenschaften in sich vereinen, andere wiederum nur eine. Wie in der erdölbasierenden Kunststoffverarbeitung auch, werden die nachwachsenden Rohstoffe unter Zugabe von synthetischen Hilfsstoffen / Additiven, in so genannten Blends (Mischungen) verarbeitet. Dies ist notwendig, um die Herstellung und Verarbeitung sowie bestimmte Eigenschaften sicher zu stellen.

In keinem Fall sollte man überrascht sein, wenn eine kompostierbare Folie als „Bio“ angepriesen wird, deren Rohstoffe aus Erdöl gewonnen werden...