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DI-Acetat Folien

DI-Acetat-Folien - Die "Bio-Folie"

Eine auf Bio-Basis hergestellte DI-Acetat Folie stellt eine sehr gute Lösungsalternative zu Kunststoff-Folien aus PVC, Polypropylen, Polyester und ähnlichen Materialien dar. Vorzugsweise eingesetzt werden Folien dieser Art als Sichtfensterfolie für Faltschachteln, Laminier-/ Kaschierfolien, Künstler- und Zeichenbedarf, optische und medizintechnische Anwendungen sowie für industrielle Zwecke.

Wie werden DI-Acetat Folien hergestellt?

Die bei uns erhältlichen DI-Acetat Folien sind Bio-Produkte und werden aus Holzfasern hergestellt. Im Gegensatz zu anderen Folienarten basieren unsere optimont® DI-Acetat Folien auf nachwachsenden Rohstoffen. Zu Beginn des Herstellungsprozesses werden die Holzfasern (DI-Acetat Flocken) in Aceton aufgelöst. Bei Aceton handelt es sich um eine farblose Flüssigkeit in Form der organisch-chemischen Verbindung Dimethylketon bzw. Propanon. Diese Verbindung fungiert dabei als ein polares aprotisches Lösungsmittel und dient für viele Synthesen im Rahmen der organischen Chemie als primärer Ausgangsstoff.

Polymere dienen als Hauptkomponenten

Bei der Herstellung unserer DI-Acetat Folien löst Aceton die DI-Acetat Flocken auf, wodurch ein gegossener Cellulose-DI-Acetatfilm entsteht. Auf dieser Grundlage bildet sich eine so bezeichnete Polymerlösung bzw. Spinnlösung. Diese Lösung setzt sich aus einem Lösungsmittel und gelösten Polymeren zusammen. Ein Polymer besteht dabei aus nicht identischen Makromolekülen, wobei die Molekülmasse der einzelnen Moleküle unterschiedlich stark variiert. Halbsynthetische oder auch komplett synthetische Polymere stellen bei der Herstellung von Kunststoffen die Hauptkomponenten dar.

Optimierung durch die Zugabe von Additiven

Um die grundsätzliche Leistung des gegossenen Cellulose-DI-Acetatfilms und gleichzeitig das Verarbeiten der Spinnlösung zu verbessern, kombiniert der Hersteller im Produktionsprozess verschiedene Additive miteinander. Durch das Hinzufügen von Zusatz- bzw. Hilfsstoffen können bestimmte Eigenschaften des Materials erreicht oder verbessert werden. Für die Herstellung von DI-Acetat Folien werden in erster Linie Additive, wie zum Beispiel Trennmittel, Antiblockmittel, Färbemittel oder Weichmacher genutzt.

Die Spinnlösung durchläuft bei der Bearbeitung mehrere Prozessstufen

Anschließend durchläuft die Polymer- bzw. Spinnlösung einzelne Prozessschritte. Besonders wichtig sind hierbei die Filtrierung sowie die Entlüftung der Lösung. Im Anschluss an die Filtrierung und die Entlüftung wird die bearbeitete Spinnlösung auf ein hochglanzpoliertes, sich kontinuierlich bewegendes Edelstahlband gegossen.

Der Gießvorgang erfolgt dabei mittels einer Düse. Ist die Lösung auf das Edelstahlband aufgebracht, startet die Trocknung. Hierfür werden zwei verschiedene Szenarien genutzt. Zum einen erfolgt die Trocknung direkt im Bandtunnel. Zudem wird eine Trockenkabine genutzt, in der die Trocknung im Gegenstrom von Heißluft realisiert wird.

Folien-Reststücke können direkt wieder recycelt werden

Bei dem Trocknungsvorgang gelangt das Lösungsmittel in die Luft. Dadurch können Sie das verwendete Aceton wieder herausfiltern und anschließend auch wiederverwenden. Reguliert wird der gesamte Vorgang durch ein integriertes Messgerät. Die Steuerung des Messgeräts erfolgt durch die Bandgeschwindigkeit, der Kastenspalt sowie die Dosierpumpenrate.

Die getrocknete Folie wird nach Prozessende dann gewickelt und geschnitten. Das jeweilige Schnittmuster bzw. Schnittformat richtet sich dabei nach den einzelnen Kundenspezifikationen. Dadurch bleiben in der Regel Reststücke über. Diese können anschließend recycelt und somit wiederverwendet werden.

Welche Eigenschaften bieten die DI-Acetat Folien?

  • Herausragende Durchsicht und Klarheit

Unsere Bio-basierten optimont® DI-Acetat Folien zeichnen sich durch eine herausragende Durchsicht und Klarheit von bis zu 0,6 HU (Haze) aus. Dieser Haze-Wert stellt die Maßeinheit für die Trübung von transparenten Objekten dar, wie zum Beispiel Folien oder auch Kunststoffscheiben. Der Wert bezieht sich dabei auf den jeweiligen Anteil des transmittierten und bei der Durchstrahlung der Folie nach vorne gestreuten Lichts.

Auf diese Weise können Materialfehler in der Struktur oder der Oberfläche quantifiziert werden, die eine klare Durchsicht behindern. Die entsprechenden Messungen basieren dabei auf der Norm ASTM D 1003. Dabei sind zwingend vier verschiedene Messungen von ebenfalls vier Spektren vorgeschrieben. Der Lichttransmissionsgrad jedes einzelnen Spektrums werden anschließend zu einem gemeinsamen Haze-Wert berechnet.

  • Keine sichtbaren Vorgaben

Die aus einer Dispersion von Holzfasern bzw. Zelluloseflocken gegossenen Folien weisen keine Orientierung oder Laufrichtung auf.

  • vollständig kompostierbar

Unsere DI-Acetat Folien sind innerhalb von rund 14 Wochen komplett kompostierbar. Eine entsprechende Zertifizierung nach DIN 13432 sowie ASTM D6400 legt vor. Auch eine Heimkompostierung ist möglich. Dafür darf die Folienstärke aber nicht mehr als 115 µm betragen.

  • gute Antifog-Eigenschaften 

Die bei uns erhältlichen DI-Acetat Folien bieten zudem gute Antifog-Eigenschaften. Dadurch wird die Bildung von mikroskopischen Tröpfchen aufgrund der Kondensation von Wasserdampf verhindert.  

  • sehr gute Transmissionsrate für Feuchtigkeit

Diese Transmissionsrate (engl: Moisture Vapor Transmission Rate: kurz: MVTR) bezieht sich auf die Dampfdurchlässigkeitsrate respektive auf die Atmungsfähigkeit. Angegeben wird diese Rate als verdunstetes Wasser in Gramm pro Tag und Quadratmeter.  

  • erhöhte UV-Beständigkeit

Unsere Bio-basierten DI-Acetat Folien sind sehr widerstandsfähig gegenüber Sonnenlicht und anderen UV-Quellen. Das bedeutet, dass sie keinen Schaden durch die Einstrahlung erleiden.

DI-Acetat-Folien biologisch abbaubar 

Kompostierungsprozess nachhaltige Optimont-Folie 

Was können wir für Sie tun?

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