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Film transparent
Film transparent oder transparente Folie
In der Fachsprache werden Folien oft mit dem englischen Wort „Film“ bezeichnet. Ein Film transparent ist also nichts anderes als eine durchsichtige Kunststofffolie. Die gibt es allerdings in vielen Ausführungen und Varianten. Film transparent sagt nichts darüber aus, ob eine Folie glasklar ist. Als Definition könnte dienen, dass Film transparent sichtbares Licht mit geringer Streuung und Absorption durchlässt. Allerdings ist nirgends genau definiert, wie viel Absorption oder Streuung dazu führen, dass eine Folie nicht mehr als Film transparent bezeichnet werden kann.
Abgrenzung zu transluzenter Folie
Transparenz unterscheidet sich von Transluzenz dadurch, dass transluzentes Material zwar lichtdurchlässig, aber nicht durchsichtig ist. Die nächste Stufe der Lichtdurchlässigkeit oder besser gesagt der Lichtundurchlässigkeit wird mit Opazität bezeichnet. Solche Materialien lassen kein Licht passieren, sie sind lichtundurchlässig. In der Praxis wird Transparenz über den Lichttransmissionsgrad und über den Haze-Wert (Trübung) angegeben. Der Lichttransmissionsgrad gibt in Prozent an, wieviel Licht ein Material bei senkrechtem Auftreffen passieren lässt. Der Haze-Wert gibt ebenfalls in Prozent an, wie stark das Licht beim Passieren des Materials gestreut wird. Ein hochwertiger Film transparent besitzt eine hohe Lichtdurchlässigkeit und verursacht nur eine geringe Trübung.
Materialien für Film transparent
Die wichtigsten Materialien aus denen Film transparent hergestellt werden kann sind:
- Polyethylen (PE)
Polyethylen wird in den Qualitäten HDPE (High Density Polyethylen), LDPE (Low Density Polyethylen) oder LLDPE (Linear Low Density Polyethylen) verarbeitet. HDPE mit hoher Dichte ist undurchsichtig und kann nicht zu Film transparent verarbeitet werden. Die anderen beiden Qualitäten niedriger und mittlerer Dichte sind transparent und flexibel und werden vor allem zu Verpackungsfolien, aber auch für viele andere Produkte als Film transparent verwendet.
- Polypropylen (PP)
Folien aus PP zeichnen sich durch hohe Klarheit und Steifigkeit aus. Oft wird das Material durch eine biaxiale Reckung zu BO-PP-Film (biaxial orientiertes PP) weiterverarbeitet. Neben Film transparent wird eine Vielzahl von Kunststoffformteilen aus PP hergestellt.
- Polyethylenterephthalat (PET)
PET ist ein Kunststoff mit hoher Transparenz. Vor allem biaxial orientiertes BO-PET wird in der Folienproduktion für Film transparent verwendet. Neben der Verpackungsindustrie wird die mechanisch stabile und temperaturbeständige Folie in vielen technischen und optischen Anwendungen eingesetzt.
- Polyvinylchlorid (PVC)
PVC verfügt über eine gute Transparenz und Vielseitigkeit und war lange Zeit einer der am häufigsten verwendeten Kunststoffe. Wegen der in der Entsorgung problematischen, giftigen Chlorbestandteile ist die Verwendung rückläufig.
- Polycarbonat (PC)
PC verfügt über hervorragende optische Eigenschaften und eine hohe Schlagzähigkeit. Als Folie wird PC vor allem in technischen Bereichen eingesetzt.
- Celluloseacetat und andere biobasierte Polymere
DI-Acetat-Folien werden aus Cellulose aus Holzfasern hergestellt, sind also ein Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Folie bietet sehr gute Durchsicht und ist auch als Film transparent einsetzbar. Einsatzgebiete sind Sichtfenster in Kartonverpackungen, andere Verpackungen und auch der technische Bereich hier vor allem optische Anwendungen. Das Material ist kompostierbar, aber auch im Altpapier entsorgbar und bietet so eine nachhaltige Alternative zu vielen petrochemischen Folienprodukten. Ähnliches gilt für Cellophan, ebenfalls aus Cellulose hergestellt und PLA-Folien aus Zucker und Stärke.
Bei allen Kunststoffen hängt der Grad der Transparenz stark von der molekularen Struktur des Polymers, dem Kristallisationsgrad sowie von verwendeten Additiven ab.
Herstellungs- und Weiterverarbeitungsverfahren für Film transparent
Hauptsächlich wird Film transparent durch verschiedene Extrusionsverfahren hergestellt. Das sind einige wichtige Verfahren:
- Bei der Blasfolienextrusion wird geschmolzener Kunststoff zu einem Schlauch aufgeblasen. Das Verfahren wird typischerweise für flexible Verpackungsfolien angewendet.
- Bei der Gießfolienextrusion, auch als Cast-Film bezeichnet, wird das Material flach extrudiert und gekühlt, was zu besonders klaren Folien führt.
- Das Kalanderverfahren funktioniert durch aneinandergepresste, erwärmte Rollen. Es wir vor allem bei der Herstellung von PVC-Folien eingesetzt und ermöglicht sehr glatte und transparente Oberflächen.
- Die biaxiale Orientierung ist kein Herstellungsverfahren, sondern ein Verfahren durch das Folien nach dem Extrudieren durch Strecken in Längs- und Querrichtung in ihren mechanischen, chemischen und optischen Eigenschaften optimiert werden.
Die optische Qualität aller Folien hängt von Prozessparametern wie Abkühlgeschwindigkeit, Zugspannung und Reinheit der Schmelze ab.
Film transparent wird nach optischen und physikalischen Eigenschaften bewertet
- Als Lichttransmission wird der Anteil des durchgelassenen Lichts bezeichnet.
- Haze (Trübung) ist das Maß für Lichtstreuung, die die Klarheit beeinträchtigt.
- Glänzende oder matte Oberflächeneigenschaften sind relevant für die visuelle und haptische Wahrnehmung von Film transparent.
- Die Dicke von Film transparent kann im Bereich von wenigen µm bis zu mehreren Hundert µm liegen.
- Als mechanische Eigenschaften werden Reißfestigkeit, Dehnung, Durchstoßfestigkeit und Abriebfestigkeit bewertet.
- Unter Barriereeigenschaften versteht man den Schutz gegen Sauerstoff, Wasserdampf oder Aromen, den ein Film transparent bietet. Besonders wichtig sind die Barriereeigenschaften bei Lebensmittelverpackungen.
Durch Beschichtungen oder Mehrschichtfolien können diese Eigenschaften gezielt an bestimmte Anwendungen angepasst werden.
Anwendungsbereiche für Film transparent
- In der Verpackungsindustrie werden Sichtverpackungen für Lebensmittel, Konsumgüter und Pharmazeutika aus Film transparent hergestellt, bei denen Produktsichtbarkeit erwünscht ist.
- Im Bauwesen gibt es zum Beispiel Schutzfolien, Fensterfolien, Dampfsperren oder auch dekorative Elemente aus Film transparent.
- In Medizin und Pharmazie werden sterile Verpackungen, Beutel oder Abdeckfolien aus Film transparent hergestellt.
- In der Elektronik wird in sehr vielen Bereichen Film transparent eingesetzt. Einige Beispiele sind Displayschutzfolien, Isolationsfolien in Motoren, Generatoren und an Kabeln oder flexible Leiterplatten.
- In Grafik und Werbung dient Film transparent zum Beispiel als Laminierfolie, Druckträger, Overhead- und Präsentationsfolie.
- Auch in Optik und Technik ist es ein weites Feld, das durch Film transparent abgedeckt wird. Einige Beispiele sind Polarisationsfolien, Diffusoren, technische Schutzschichten, Trennfolien oder Prozessfolien.
Optimierung und Veredelung von Film transparent
Moderne transparente Folien werden häufig durch Additive, das Zusammenwirken von mehreren Folien in Mehrschichtfolien oder andere Veredelungen für bestimmte Anwendungsbereiche optimiert. Einige Beispiele sind der UV-Schutz, Antireflexbeschichtungen, Anti-Fog-Eigenschaften, Kratzfestigkeit, antistatische Ausrüstung oder selbstheilende Oberflächen. Nanotechnologische Weiterentwicklungen von Film transparent ermöglichen verbesserte Barriereeigenschaften oder optimierte optische Eigenschaften.
Ein wachsendes Forschungsfeld im Bereich Film transparent ist die Entwicklung nachhaltiger Varianten von Film transparent aus recycelbaren und/oder biobasierten Materialien. Ziel dieser Entwicklungen ist es, ökologische Anforderungen zu erfüllen und dabei weiterhin hohe optische Qualität zu bieten.
